







Amazon.de Kann sich das Publikum irren? Geht man nach professionellen Kritikern, dann ja. Aber im Falle von Der Schuh des Manitu haben die Kinogänger rekordverdächtig mit den Füßen abgestimmt. Mehr als neun Millionen wollten Michael "Bully" Herbigs Karl-May-Comedy sehen. Damit dürfte sein liebevoller Frontalangriff auf Winnetou und Co. der bislang erfolgreichste deutsche Film aller Zeiten sein. Abahachi (Bully) -- Häuptling der Apachen -- hat es satt: Er will für seinen Stamm endlich einmal ein ordentliches Stammlokal haben. Da er etwas knapp bei Kasse ist, nehmen er und sein Blutsbruder Ranger (Christian Tramitz) eine Hypothek bei Schoschonen-Häuptling Listiger Lurch auf. Immerhin hatte er das astreine Angebot eines nur scheinbar seriösen Immobilienhändlers aus Wyoming namens Santa Maria (kongenial: Sky Dumont!) vorliegen. Und hier geht der Ärger auch schon los: Die schöne Immobilie war nur Fassade, Santa Maria erschießt den Sohn des Schoschonenhäuptlings, wofür der Schoschonen-Chef irrtümlich Abahachi verantwortlich macht und beide an den Marterpfahl bindet. Nur unter großer Lebensgefahr und unter fahrlässiger Inkaufnahme des Todes von des Häuptlings Lieblingskaninchen Echter Hase können unsere beiden Helden entkommen. Wie gut, dass Abahachi sich an eine Schatzkarte erinnert, die ihm seine Geldprobleme vom Hals schaffen könnte. Wie schlecht, dass er diese in vier Teile aufgeteilt hat. Den Schuh des Manitu als eine Satire bezeichnen zu wollen, würde den Kern des Films nicht richtig treffen. Nimmt er die Karl-May-Verfilmungen wirklich aufs Korn oder ist es nicht vielmehr eine augenzwinkernde Hommage? Im Zweifelsfall beides. Denn so richtig bösartig geht Herbig in keiner Szene mit seinen Helden um. Dafür gibt es umso mehr über die geliebten Helden der Jugendzeit zu entdecken. Endlich erfährt man, was Blutsbrüderschaft wirklich bedeutet, nutzen Abahachi und Ranger doch jede Gelegenheit, sich wie ein altes Ehepaar zu zanken -- Waldorf und Statler lassen grüßen. Wir lernen auch, dass Winnetou in Liebesdingen so abstinent nicht gewesen sein kann: Schließlich sind Abahachi und dessen schwuler Zwilling Winnitouch seine Söhne. Nimmt man alles zusammen, dann wird es schwer, den ungeheuren Erfolg des Films allein durch eine möglichst abstruse Story zu erklären. Denn das, was den Schuh des Manitu wirklich auszeichnet, ist zum einen der virtuose Umgang mit seinen Vorbildern. Von der Kameraführung angefangen über den Schnitt bis zur Musik spürt man, wie gut Herbig seine filmischen Vorbilder studiert hat. Zum anderen verschaffen der selbstverständliche Einsatz von Modernismen (wir sagen nur Radarfalle!) im Western-Ambiente sowie der bayerische Sprachgebrauch dem Film seinen besonderen Flair. Konsequent angewendet ist das eben komisch. Und dafür braucht sich wirklich niemand zu schämen! --Constanze Quanz Produktbeschreibung Wilder Westen, mitten im 18. Jahrhundert: Der Apachen-Häuptling Abahachi und sein Blutsbruder Ranger sind zuständig für Frieden und Gerechtigkeit. Als Abahachi bei den Schoschonen einen Kredit zur Finanzierung eines Stamm-Lokals aufnimmt, beginnen die Schwierigkeiten: Er gerät an den Gauner Santa Maria, der ihm nicht nur eine Schrottfassade andreht und mit dem geliehenen Geld durchbrennt, sondern die Blutsbrüder bei den Schoschonen auch noch anschwärzt. So kommt es dazu, dass im Land, wo die Schoschonen schön wohnen, mangels Kriegsbeil der Klappstuhl ausgegraben wird... Bonusmaterial: Audiokommentar mit Bully, Dimitri und Winnetouch; Making of: "Die Legende"; Winnetouch's Urlaubs-Dias; Making of Visual Effects; Promotion Wüste (Trailer, TV- und Funkspots; Fernsehauftritte sowie die 13-minütige englische Showreel); Abahachi's Stammbaum (Hintergrundinfos, Auszüge aus dem Buch zum Film, Kinotrailer der drei Winnetou Filme, Interview mit Bully, Abahachi und Winnetouch); Biografien; Interviews; DVD-Rom Part; Hidden Feature; Warnhinweise ages_6_and_over
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Allgemein | |
|---|---|
Größe | 18 |
Marke | Constantin Film |
format | dvd |
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