







































Faszinierender Science-Fiction-Film über eine Sprachwissenschaftlerin, die die Kommunikation auf der Erde gelandeter Außerirdischer entschlüsseln soll. Die bloße Tatsache, dass der neue Film von Denis Villeneuve mit den Arbeiten von Terrence Malick sowie Stanley Kubrick - zwei Filmemacher, die abgesehen von ihrer Brillanz unterschiedlicher nicht sein könnten - verglichen wird, unterstreicht, dass der erste Ausflug des eigenwilligen kanadischen Filmemachers ins Science-Fiction-Genre eine nicht ganz leicht zu knackende Nuss ist: Der zerebrale Gegenentwurf zu "Independence Day", in dem Roland Emmerich ebenfalls die Raumschiffe Außerirdischer regungslos und übermächtig unmittelbar über der Erde schweben ließ, aber aus deren feindseliger Absicht nie einen Hehl machte, greift letztlich die Grundidee von Robert Wises "Der Tag, an dem die Erde stillstand" auf, wobei es vordergründig erst einmal um die Kontaktaufnahme als solche geht, um Kommunikation, um die Entschlüsselung von Sprache und, in je tiefere Schichten sich die Geschichte vorarbeitet, darum, wie Sprache Wahrnehmung und Denken steuert. Das sind heftige Themen für einen Hollywood-Film, der das Schlimmste von seinem Publikum einfordert, was sich ein Studio-Executive vorstellen kann: "Arrival" ruft dazu auf, sich gedanklich aktiv zu beteiligen. Ein Film zum Mitdenken. Und das ist ganz wunderbar, zumal Villeneuve es seinem Zuschauer leicht macht, sich in der Story zurecht zu finden. Basierend auf der Kurzgeschichte "Story of Your Life" von Ted Chiang, rückt der Regisseur nach "Sicario" erneut eine intelligente Frau in den Mittelpunkt. Die begnadete Sprachwissenschaftlerin Dr. Louise Banks, gespielt von der herausragenden Amy Adams, ist allerdings nicht Spielball höherer Mächte wie Emily Blunt in dem Drogenthriller aus dem Jahr 2015. Obwohl auch hier in einem nicht ganz überzeugenden Handlungselement der Weltfrieden auf dem Spiel steht, ist Banks der entscheidende Aktivposten. In den ersten Szenen des Films erfahren wir, dass sie miterleben musste, wie ihre geliebte Tochter als Teenager an einer unheilbaren Krankheit starb. Für Trauer ist allerdings nicht viel Zeit, als sie vom Militär gemeinsam mit dem Wissenschaftlerkollegen Donnelly - grundsolide als Sekundant: Jeremy Renner - auserkoren wird, Kontakt mit den Außerirdischen im Inneren von deren Raumschiff aufzunehmen. In einer bravourösen Szene hebt Villeneuve mit Hilfe seines begabten Kameramannes Bradford Young ("A Most Violent Year") Schwerkraft und die für uns geltenden Gesetze der Logik auf. Das sieht nicht nur irre aus, sondern ist auch ein Fingerzeig, dass man im Verlauf der Handlung seinen Verstand öffnen muss, wenn man begreifen will, was die Außerirdischen uns mit ihrer eigenwilligen Form der Kommunikation sagen wollen - wie sie aussehen und wie sie mit uns sprechen, ist im Verlauf des Films eigentlich kein großes Geheimnis, soll hier aber nicht verraten werden. Und während es ostentativ um ein Wettrennen um die Erhaltung des Weltfriedens geht, fordert "Arrival" zwangsweise auch ein Umdenken beim Zuschauer ein, wie man Raum und Zeit verstehen kann. Denn mehr noch als bei den vorherigen Arbeiten - "Prisoners", "Enemy", "Sicario" - nutzt Denis Villeneuve Genrekonvention hier als Feigenblatt, um sich einen Reim zu machen, was es ausmacht, ein Mensch zu sein. Und dann geht einem das Schicksal der Figuren auf einmal näher, als man es von einem Film, der bislang vor allem Gehirnschmalz eingefordert hat, erwarten würde: Am Ende greifen die Vergleiche mit Malick und Kubrick ohnehin nicht, der Bruder im Geiste ist Tarkovsky und sein "Solaris", das Science-Fiction-Meisterwerk über das Gespenst der Erinnerung. ts. Originaltitel: Arrival Sprache: Deutsch dts HD 5.1 MA/Englisch dts HD 7.1 MA/Spanisch dts HD 5.1 MA/Russisch dts HD 5.1 MA Untertitel: Deutsch/Englisch/Spanisch/Türkisch/Dänisch/Estnisch/Finnisch/Lettisch/Litauisch/Norwegisch/Russisch/Schwedisch/Ukrainisch Regie: Denis Villeneuve Darsteller: Amy Adams (Dr. Louise Banks), Jeremy Renner (Ian Donnelly), Forest Whitaker (Colonel Weber), Michael Stuhlbarg (Agent Halpern), Mark O'Brien (Captain Marks) Produktion: Daniel S. Levine Produktionsland: USA Produktionsjahr: 2016 Bildformate: 1:2,39/1080p Mehrkanalton: dts HD 5.1 MA Medienanzahl: 1 Laufzeit: 117 min. Filmpreise: Name: British Academy Film Award Jahr: 2017 Kategorie: Bester Ton
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Faszinierender Science-Fiction-Film über eine Sprachwissenschaftlerin, die die Kommunikation auf der Erde gelandeter Außerirdischer entschlüsseln soll. Die bloße Tatsache, dass der neue Film von Denis Villeneuve mit den Arbeiten von Terrence Malick sowie Stanley Kubrick - zwei Filmemacher, die abgesehen von ihrer Brillanz unterschiedlicher nicht sein könnten - verglichen wird, unterstreicht, dass der erste Ausflug des eigenwilligen kanadischen Filmemachers ins Science-Fiction-Genre eine nicht ganz leicht zu knackende Nuss ist: Der zerebrale Gegenentwurf zu "Independence Day", in dem Roland Emmerich ebenfalls die Raumschiffe Außerirdischer regungslos und übermächtig unmittelbar über der Erde schweben ließ, aber aus deren feindseliger Absicht nie einen Hehl machte, greift letztlich die Grundidee von Robert Wises "Der Tag, an dem die Erde stillstand" auf, wobei es vordergründig erst einmal um die Kontaktaufnahme als solche geht, um Kommunikation, um die Entschlüsselung von Sprache und, in je tiefere Schichten sich die Geschichte vorarbeitet, darum, wie Sprache Wahrnehmung und Denken steuert. Das sind heftige Themen für einen Hollywood-Film, der das Schlimmste von seinem Publikum einfordert, was sich ein Studio-Executive vorstellen kann: "Arrival" ruft dazu auf, sich gedanklich aktiv zu beteiligen. Ein Film zum Mitdenken. Und das ist ganz wunderbar, zumal Villeneuve es seinem Zuschauer leicht macht, sich in der Story zurecht zu finden. Basierend auf der Kurzgeschichte "Story of Your Life" von Ted Chiang, rückt der Regisseur nach "Sicario" erneut eine intelligente Frau in den Mittelpunkt. Die begnadete Sprachwissenschaftlerin Dr. Louise Banks, gespielt von der herausragenden Amy Adams, ist allerdings nicht Spielball höherer Mächte wie Emily Blunt in dem Drogenthriller aus dem Jahr 2015. Obwohl auch hier in einem nicht ganz überzeugenden Handlungselement der Weltfrieden auf dem Spiel steht, ist Banks der entscheidende Aktivposten. In den ersten Szenen des Films erfahren wir, dass sie miterleben musste, wie ihre geliebte Tochter als Teenager an einer unheilbaren Krankheit starb. Für Trauer ist allerdings nicht viel Zeit, als sie vom Militär gemeinsam mit dem Wissenschaftlerkollegen Donnelly - grundsolide als Sekundant: Jeremy Renner - auserkoren wird, Kontakt mit den Außerirdischen im Inneren von deren Raumschiff aufzunehmen. In einer bravourösen Szene hebt Villeneuve mit Hilfe seines begabten Kameramannes Bradford Young ("A Most Violent Year") Schwerkraft und die für uns geltenden Gesetze der Logik auf. Das sieht nicht nur irre aus, sondern ist auch ein Fingerzeig, dass man im Verlauf der Handlung seinen Verstand öffnen muss, wenn man begreifen will, was die Außerirdischen uns mit ihrer eigenwilligen Form der Kommunikation sagen wollen - wie sie aussehen und wie sie mit uns sprechen, ist im Verlauf des Films eigentlich kein großes Geheimnis, soll hier aber nicht verraten werden. Und während es ostentativ um ein Wettrennen um die Erhaltung des Weltfriedens geht, fordert "Arrival" zwangsweise auch ein Umdenken beim Zuschauer ein, wie man Raum und Zeit verstehen kann. Denn mehr noch als bei den vorherigen Arbeiten - "Prisoners", "Enemy", "Sicario" - nutzt Denis Villeneuve Genrekonvention hier als Feigenblatt, um sich einen Reim zu machen, was es ausmacht, ein Mensch zu sein. Und dann geht einem das Schicksal der Figuren auf einmal näher, als man es von einem Film, der bislang vor allem Gehirnschmalz eingefordert hat, erwarten würde: Am Ende greifen die Vergleiche mit Malick und Kubrick ohnehin nicht, der Bruder im Geiste ist Tarkovsky und sein "Solaris", das Science-Fiction-Meisterwerk über das Gespenst der Erinnerung. ts. Originaltitel: Arrival Sprache: Deutsch dts HD 5.1 MA/Englisch dts HD 7.1 MA/Spanisch dts HD 5.1 MA/Russisch dts HD 5.1 MA Untertitel: Deutsch/Englisch/Spanisch/Türkisch/Dänisch/Estnisch/Finnisch/Lettisch/Litauisch/Norwegisch/Russisch/Schwedisch/Ukrainisch Regie: Denis Villeneuve Darsteller: Amy Adams (Dr. Louise Banks), Jeremy Renner (Ian Donnelly), Forest Whitaker (Colonel Weber), Michael Stuhlbarg (Agent Halpern), Mark O'Brien (Captain Marks) Produktion: Daniel S. Levine Produktionsland: USA Produktionsjahr: 2016 Bildformate: 1:2,39/1080p Mehrkanalton: dts HD 5.1 MA Medienanzahl: 1 Laufzeit: 117 min. Filmpreise: Name: British Academy Film Award Jahr: 2017 Kategorie: Bester Ton
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Allgemein | |
|---|---|
Marke | FilmNation Entertainment |
format | blu-ray |
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