















Mit einer gesunden Portion Selbstironie ausgestattete Fortsetzung des Internatsspaßes, in dem die erste Liebe der Zwillinge für Dramatik und eine groß aufspielende Katharina Thalbach für viel Urkomisches steht. Nach jeweils rund 850.000 Besuchern gehen die Mädchen-Geschichten nach Enid Blyton in ihre dritte und vermutlich letzte Film-Runde. Eine Trilogie wäre damit abgeschlossen, die die Titelrollen verkörpernden Zwillinge Jana und Sophia Münster sind mit 15 inzwischen zu alt für ihre Figuren. Der aktuelle Teil der Film-Reihe beginnt außerdem damit, dass die Vorbereitungen für das "Abschlussfest" auf Hochtouren laufen. Schade ist es, dass dieser harmlos-amüsante Schulmädchenreport zu Ende geht, hat doch Katharina Thalbach in ihrer Rolle als mit französischem Akzent parlierende Mademoiselle Bertoux inzwischen ihre Bestform erreicht. Die Comedy-geschulte Regisseurin Dagmar Seume ("Danni Lowinski"), die von Julia von Heinz übernommen hat, weiß denn auch, Thalbachs Witz gewinnbringend einzusetzen. Ob im säuselnden Dialog mit ihren "Vögelschen", im ewigen Twist mit Frau Mägerlein (ebenfalls köstlich: Suzanne von Borsody) oder beim unvermeidlichen Schaumbad mit geschmackvoller Badehaube und zahmer Ratte - die Lacher werden Mademoiselle sicher sein. Quasi als Gegengewicht wird es auf der anderen Seite dramatisch, weil sich Hanni und Nanni ausgerechnet in den gleichen englischen Schüler ("Ich find dich total sweet") verlieben, der mit seinem Kameraden eher versehentlich, aber vom Drehbuch unbedingt beabsichtigt, auf Lindenhof landet. Viel Gelegenheit also, um das erste Schmetterlingsgefühl im Bauch tränenreich zu analysieren, aber auch die Nagelprobe für ewige Schwesternsolidarität zu bestehen, die vorher noch vollmundig geschworen wurde. Ob die Parallelhandlung, in der Konstantin Wecker als polternder Geist auf dem Dachboden seine unerfüllte Jugendliebe zu Frau Theobald endlich ausleben darf, unbedingt notwendig ist, sei einmal dahin gestellt. Fakt ist, dass ein weiterer Neuzugang, Justus von Dohnányi als typisch-britisch-steifer Lehrer, eine absolute Bereicherung ist, Barbara Schöneberger erneut ihr bedrohlich ausladendes Dekolletee über den Kochtöpfen manövriert und die Sullivan-Eltern (Heino Ferch, Anja Kling) kein bisschen vermisst werden. Stattdessen gibt es zum Finale eine fetzige Rap-Version von "Romeo und Julia", während ansonsten (zu) viel aktuelle Popmusik die weichgezeichneten, sonnendurchfluteten Nahaufnahmen der kurz auch mal unglücklichen Internatsmädels (Stichwort: Liebeskummer) pausenlos untermalt. Wobei der Song "Something Special" von Aleen Jana Kötter alias Erika positiv heraussticht. Und weil "Hanni und Nanni 3" eine gesunde Portion Selbstironie besitzt - so wird etwa jeder Zickenkrieg stets mit einer kleinen Herde gackernder Gänse unterschnitten - hätte diese Fortsetzung die Zuschauer-Million allemal verdient. lasso. Originaltitel: Hanni & Nanni 3 Sprache: Deutsch DD 5.1 Untertitel: Dt. f. Hörg. Regie: Dagmar Seume Darsteller: Sophia Münster (Hanni), Jana Münster (Nanni), Hannelore Elsner (Direktorin Theobald), Suzanne von Borsody (Frau Mägerlein), Katharina Thalbach (Mademoiselle Bertoux), Justus von Dohnányi (Hugh Gordon), Konstantin Wecker (Prof. Edgar Kästner), Barbara Schöneberger (Daphne Diehl), Leopold Klieeisen (Clyde), Nele Guderian (Daniela), Luisa Spaniel (Lilly) Produktion: Prof. Nico Hofmann Produktionsland: Deutschland Produktionsjahr: 2013 Bildformate: 1:2,35/16:9 Mehrkanalton: Dolby Digital 5.1 Laufzeit: 83 min. Kritik: Das dritte Internatsabenteuer nach den Büchern von Enid Blyton zeichnet sich durch viel Humor aus, der sich insbesondere in Katharina Thalbachs mit französischem Akzent parlierender Figur manifestiert. Dazu gibt es dem Alter der Zwillinge entsprechend tränenreiche Erfahrungen mit der ersten Liebe. Neben den zahlreichen weichgezeichneten Nahaufnahmen liebenswerter Internatsmädels darf sich die Fangemeinde auf eine gute Portion Selbstironie freuen, wenn etwa der Zickenkrieg von einer Herde gackernder Gänse kommentiert wird.
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Mit einer gesunden Portion Selbstironie ausgestattete Fortsetzung des Internatsspaßes, in dem die erste Liebe der Zwillinge für Dramatik und eine groß aufspielende Katharina Thalbach für viel Urkomisches steht. Nach jeweils rund 850.000 Besuchern gehen die Mädchen-Geschichten nach Enid Blyton in ihre dritte und vermutlich letzte Film-Runde. Eine Trilogie wäre damit abgeschlossen, die die Titelrollen verkörpernden Zwillinge Jana und Sophia Münster sind mit 15 inzwischen zu alt für ihre Figuren. Der aktuelle Teil der Film-Reihe beginnt außerdem damit, dass die Vorbereitungen für das "Abschlussfest" auf Hochtouren laufen. Schade ist es, dass dieser harmlos-amüsante Schulmädchenreport zu Ende geht, hat doch Katharina Thalbach in ihrer Rolle als mit französischem Akzent parlierende Mademoiselle Bertoux inzwischen ihre Bestform erreicht. Die Comedy-geschulte Regisseurin Dagmar Seume ("Danni Lowinski"), die von Julia von Heinz übernommen hat, weiß denn auch, Thalbachs Witz gewinnbringend einzusetzen. Ob im säuselnden Dialog mit ihren "Vögelschen", im ewigen Twist mit Frau Mägerlein (ebenfalls köstlich: Suzanne von Borsody) oder beim unvermeidlichen Schaumbad mit geschmackvoller Badehaube und zahmer Ratte - die Lacher werden Mademoiselle sicher sein. Quasi als Gegengewicht wird es auf der anderen Seite dramatisch, weil sich Hanni und Nanni ausgerechnet in den gleichen englischen Schüler ("Ich find dich total sweet") verlieben, der mit seinem Kameraden eher versehentlich, aber vom Drehbuch unbedingt beabsichtigt, auf Lindenhof landet. Viel Gelegenheit also, um das erste Schmetterlingsgefühl im Bauch tränenreich zu analysieren, aber auch die Nagelprobe für ewige Schwesternsolidarität zu bestehen, die vorher noch vollmundig geschworen wurde. Ob die Parallelhandlung, in der Konstantin Wecker als polternder Geist auf dem Dachboden seine unerfüllte Jugendliebe zu Frau Theobald endlich ausleben darf, unbedingt notwendig ist, sei einmal dahin gestellt. Fakt ist, dass ein weiterer Neuzugang, Justus von Dohnányi als typisch-britisch-steifer Lehrer, eine absolute Bereicherung ist, Barbara Schöneberger erneut ihr bedrohlich ausladendes Dekolletee über den Kochtöpfen manövriert und die Sullivan-Eltern (Heino Ferch, Anja Kling) kein bisschen vermisst werden. Stattdessen gibt es zum Finale eine fetzige Rap-Version von "Romeo und Julia", während ansonsten (zu) viel aktuelle Popmusik die weichgezeichneten, sonnendurchfluteten Nahaufnahmen der kurz auch mal unglücklichen Internatsmädels (Stichwort: Liebeskummer) pausenlos untermalt. Wobei der Song "Something Special" von Aleen Jana Kötter alias Erika positiv heraussticht. Und weil "Hanni und Nanni 3" eine gesunde Portion Selbstironie besitzt - so wird etwa jeder Zickenkrieg stets mit einer kleinen Herde gackernder Gänse unterschnitten - hätte diese Fortsetzung die Zuschauer-Million allemal verdient. lasso. Originaltitel: Hanni & Nanni 3 Sprache: Deutsch DD 5.1 Untertitel: Dt. f. Hörg. Regie: Dagmar Seume Darsteller: Sophia Münster (Hanni), Jana Münster (Nanni), Hannelore Elsner (Direktorin Theobald), Suzanne von Borsody (Frau Mägerlein), Katharina Thalbach (Mademoiselle Bertoux), Justus von Dohnányi (Hugh Gordon), Konstantin Wecker (Prof. Edgar Kästner), Barbara Schöneberger (Daphne Diehl), Leopold Klieeisen (Clyde), Nele Guderian (Daniela), Luisa Spaniel (Lilly) Produktion: Prof. Nico Hofmann Produktionsland: Deutschland Produktionsjahr: 2013 Bildformate: 1:2,35/16:9 Mehrkanalton: Dolby Digital 5.1 Laufzeit: 83 min. Kritik: Das dritte Internatsabenteuer nach den Büchern von Enid Blyton zeichnet sich durch viel Humor aus, der sich insbesondere in Katharina Thalbachs mit französischem Akzent parlierender Figur manifestiert. Dazu gibt es dem Alter der Zwillinge entsprechend tränenreiche Erfahrungen mit der ersten Liebe. Neben den zahlreichen weichgezeichneten Nahaufnahmen liebenswerter Internatsmädels darf sich die Fangemeinde auf eine gute Portion Selbstironie freuen, wenn etwa der Zickenkrieg von einer Herde gackernder Gänse kommentiert wird.
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Allgemein | |
|---|---|
format | dvd |
Größe | 3 |
Marke | Busch |
Altersgruppe | kids |
Geschlecht | female |
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